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Internet of things

Das Internet der Dinge zählt zu einem der bedeutendsten Trends in der Technologieindustrie. Nicht nur der Computer oder Smartphones sind mit dem Internet verbunden, sondern auch Autos, Haushaltsgeräte oder industrielle Maschinen. Diese Vernetzung in der Industrie wird auch oft als „Industrie 4.0“ bezeichnet. Maschinen werden mit Sensoren ausgestattet, die gewaltige Mengen an Daten liefern. Die Auswertung dieser Daten soll dabei helfen, die Produktivität von Maschinen zu erhöhen oder Störungen zu vermeiden. Welche Auswirkungen wird das Internet der Dinge auf die heutige Arbeitswelt haben?
Auf diese Frage wird es zum jetzigen Zeitpunkt keine finalen Antworten geben. Führende Personalmanager sagen schon heute, dass fehlende Freiräume und Experimentierfelder für Personalpolitik und Arbeitsorganisation die Chancen deutscher / europäischer Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung gefährden. Die in Deutschland viel gepriesene duale Berufsausbildung ist nicht darauf ausgerichtet, Fachkräften ausreichende Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien zu vermitteln. Neben der Qualifikation der Mitarbeiter werden auch Flexibilität sowie Freiräume der Arbeitsorganisation immer entscheidender. Neben dem klassischen Angestelltenverhältnis werden andere Arbeitsformen immer wichtiger, die von der Selbständigkeit bis zur Freiwilligenarbeit reichen. Nicht nur die Politik, sondern Verbände und Sozialpartner sind aufgefordert, die Inhalte der Berufsausbildung, die mit der Digitalisierung in Berührung kommen, auf Reformbedarf zu überprüfen. Viel Zeit bleibt nicht! Die gute Nachricht ist, dass der Mensch wieder stärker im Zentrum der Produktion stehen wird. Er wird einen neuen Platz einnehmen können und müssen. Die Nachfragestruktur der Konsumenten hat sich stark verändert, individualisierte Produkte stehen im Vordergrund. Von daher ist die unbestrittene Stärke von Menschen, flexibel auf veränderte Prozesse und räumliche Veränderungen reagieren zu können, mit den Stärken der manuellen und maschinellen Arbeit – nämlich Flexibilität und Effizienz – zu kombinieren, um einen optimalen Nutzen zu ziehen. Dies setzt ein völlig neuartiges sozio-technisches System voraus, in dem Menschen und Maschinen als Team zusammenarbeiten. Mensch und Maschine sollen in digitalen sozialen Netzen und Netzwerken in einer vernetzten Industrie miteinander kommunizieren. Diese neue „Social Networked Industry“ steht für eine Industrie 4.0, die den Menschen mit seiner persönlichen Verantwortungsbereitschaft wieder stärker in den Mittelpunkt rückt und sich seine spezifischen Kommunikationsfähigkeiten zunutze macht.
Damit die Vision der gemeinschaftlichen Arbeit von Menschen und Maschinen Wirklichkeit werden kann, muss sich die Industrie auf die neue Art der Zusammenarbeit einlassen. Neben der maschinellen Verantwortung, mit der Maschinen zukünftig ausgestattet werden müssen, ist das lebenslange Lernen von Menschen und Maschinen zentraler Erfolgsfaktor.

Packen wir es an!

 

[veröffentlicht 07/2016]

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